corporate communications and strategy consulting

there are so many men who can figure costs, and so few who can measure values.

Wird das iPad zur neuen Chance für das Verlagswesen?

Posted on | Juli 30, 2010 | No Comments

Bereits seit einiger Zeit herrscht bei den Verlagen Katerstimmung, wenn es um das Web 2.0 geht. Der Umstand, dass das Informationsweb nahezu ohne Zeitverzögerung Informationen für die ganze Welt online kostenlos verfügbar macht, trifft natürlich jene Branche besonders hart, die mit dem Publizieren von Informationen bisher ihr Geld verdient haben – die Verlage!

Diese Argumentation ist durchaus verständlich und die Sorge im Verlagswesen berechtigt, wenn sie meinen, dass gut recherchierter Content nun einmal durch viel Zeit- und Geldaufwand erstellt wird und dieser Aufwand entsprechend abgegolten werden sollte. Wie Sie als Leser gerade selbst in diesem Moment zeigen, beobachten wir andererseits jeden Tag, dass das Web 2.0 in den zahllosen Blogs immer wieder neue Informationen, Meinungen, Gedanken und Schlussfolgerungen aus dem Internet hervorbringt und somit ebenso einen, mehr oder weniger fundamentalen Beitrag zur Informationsgesellschaft leisten.

Lassen Sie mich wieder einen Gedankensprung zum Titel machen, wo ich das iPad als mögliche neue Chance bezeichnet habe. Gemeint ist, dass durch die restriktive App’s Kultur im Apple iPad, Verleger nun die Chance erhalten, durch das Anbieten entsprechender App’s, deren Content auf eine lukrative Basis zu stellen und endlich die verdiente Abgeltung Ihrer Informationsbereitstellung erhalten.

iPad als Lösung oder als Anfang vom Ende?

Sicherlich erscheint auf den ersten Blick das iPad tatsächlich der lang ersehnte Ausweg aus der, seit Langem bekannten, Misere zu sein. Verleger haben nun die Möglichkeit Ihren Content über App’s entsprechend abgegolten zu bekommen und eine vermeintliche Lösung dieses, seit Langem bestehenden, Problems scheint vorerst gefunden.

Wie geht es weiter mit dem App-Store?

Betrachten wir die Erfolgsgeschichte von Apple, insbesondere den App-Store, so muss selbst der Mitbewerb neidlos anerkennen, dass das dahinterstehende Marketingkonzept bis ins kleinste Detail durchdacht und schlichtweg genial war. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man vermutlich Microsoft öffentlich hingerichtet hätte (und in der Vergangenheit bereits in zahlreichen Wettbewerbsverfahren auch mit satten Strafen belegt hat), wenn Microsoft versuchen würde, ein derart geschlossenes System zu vertreiben. Aber da Apple die längste Zeit im Schatten von Microsoft stand, war es möglich still und heimlich ein derartig rigides System aufzubauen, wo ein Apple Nutzer in eine vollkommene Abhängigkeit gezwungen wird – Oder glauben Sie, dass sie als Apple User die Wahl haben Ihre Apps nach belieben auch zum Beispiel aus dem Ovi Store von Nokia zu beziehen? Bleibt nur abzuwarten, wann die Wettbewerbshüter sich dieser Thematik Annehmen werden…

Und wie geht es weiter?

Nun, diese Frage kann ich nicht beantworten – aber ich bin sehr gespannt. Ich denke aber, dass sich Apple langfristig wird öffnen müssen, was den Wettbewerb entsprechend anregen wird. Was diese Entwicklung aber längerfristig für das Verlagswesen bedeutet, wird spannend bleiben! Fest steht aber, dass auch hier die marktwirtschaftlichen Mechanismen greifen werden, die wir schon aus der Natur kennen: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen fressen die Langsamen!“ Daher wir es auch in diesem Bereich zu einer globalen Marktbereinigung kommen, bei der jene Akteure, die sich als Opfer sehen und die Situation krank reden bestraft werden und jene Akteure, die flexibel auf Entwicklungen eingehen und Ihre Stärken ausbauen, um die Zukunft mitzugestalten werden belohnt.

Welche Werbeartikel können Kunden wirklich gebrauchen?

Posted on | Juni 9, 2010 | No Comments

Welcher Konsument kennt diese nicht, dass er bei verschiedensten Anlässen in allen möglichen Lebensbereichen mit Werbeartikeln versorgt oder auch überhäuft wird? Egal ob zu Haus per Post, im Beruf von Geschäftspartnern oder auch auf privaten Shopping-Touren – Unternehmen versuchen wo es geht ihre Kunden bzw. vor allem die potentiellen Kunden mit Werbegeschenken zu versorgen, um so mehr Aufmerksamkeit von der Gesellschaft zu erhalten, als die Konkurrenz. Natürlich kann dies, sofern es ein unzumutbares Ausmaß annimmt, für die „beschenkte“ Person durchaus nervig werden. Doch muss auch gesagt werden, dass viele Werbeartikel nützlich sein können und der Person sozusagen „gratis“ einen Mehrwert bringen.

Solche Geschenke, welche die meisten Personen immer wieder gebrauchen können sind beispielsweise Schlüsselanhänger, Kugelschreiben oder – vor allem für Raucher – Feuerzeuge. All diese Produkte sind für die Unternehmen noch vergleichsweise günstig. Ein besonderer Werbeartikel-Trend ist aktuell der USB-Stick. Auch dieser ist bereits sehr preiswert zu beziehen und nahezu jeder Mensch kann den kleinen Datenspeicher im heutigen Multimedia-Zeitalter durchaus gebrauchen.

Literaturempfehlung:

Viral Marketing von Mercedes Benz

Posted on | Juni 1, 2010 | 1 Comment

Die Automobil Branche zeigt uns immer wieder von Neuem, dass sie sehr innovativ und kreativ sein kann! In diesem Beispiel ein gelungenes Video zum Thema Sicherheit ;-)

Literaturempfehlung:

Minus 50 Prozent Rabatt auf “Vollkeramik-Innovation”

Posted on | Mai 27, 2010 | No Comments

Neben meiner Beratertätigkeit bin ich auch seit mittlerweile über 17 Jahren im Betrieb meines Bruders tätig und zeichne mich dort hauptsächlich für PR und Marketing verantwortlich. Einer der Hauptsparten dieses Betriebes ist der Ofenbau (Kachelöfen, Kamine und Specksteinöfen). Mit dem Markennamen Spirit of Fire konnte die letzten 12 Jahre sehr erfolgreich nicht nur eine Vollkachel Keramik Linie aufgebaut werden, sondern es wird auch eine sehr konsequente, qualitativ hochwertige, Produktphilosophie verfolgt. So ist Spirit of Fire etwa ein strenger Verfechter “echter Kachelöfen”, welche einen vollkeramischen Strahlungsmantel besitzen – auch unter verputzten Flächen!

Erfolgreiche Ideen werden gerne kopiert!

Für eine umfassende PR und Marketingbetreuung ist es auch notwendig, den jeweiligen Mitbewerb im Auge zu behalten. Diese regelmäßige Monitoring Maßnahme für Spirit of Fire zauberte mir heute ein Schmunzeln in mein Gesicht. Als ich las, dass ein kleiner, regional naher, Mitbewerber plötzlich eine Hausmesse beworben hat und als Eye Catcher ausgerechnet “seine Vollkeramik Innovation” ankündigt. Darum nahm ich mir die Zeit und habe diesen bezahlten PR Beitrag in einer Regionalzeitung ganz durchgelesen und war schließlich vollends erheitert, dass nun dieser Mitbewerber die “strikte Spirit of Fire Philosophie”, die festschreibt, dass ein perfekter Strahlungsmantel immer vollkeramisch gebaut sein muss, plötzlich gut heißt und werblich als “Die Revolution: Vollkeramik Kachelöfen” bezeichnet.

Billige Kopie – oder wie man Kunden für dumm verkaufen will!

So richtig amüsiert war ich allerdings, als dieser Ofenbauer “seine Vollkeramik Kachelofen Neuheit” im Rahmen seiner Hausmesse mit Rabatten bis -50% angeboten hat. Bei derartigen Werbeaktionen frage ich mich oft: “Für wie blöd halten manche Firmen ihre Kunden?” Jeder Geschäftsmann, der von Betriebsführung, Produktpolitik und Preispolitik schon einmal etwas gehört hat, wird sich fragen, wie das möglich ist, dass man einen Kachelofen plötzlich zum halben Preis anbieten kann (wohlgemerkt keine Auslaufmodelle sondern normale aktuelle Kachelöfen)!? Jeder der sich im Rahmen des Marketings schon einmal mit Preispolitik befasst hat weiß, dass Rabatte zuvor auf den kalkulierten Verkaufspreis aufgeschlagen werden müssen, damit im Endeffekt ein wirtschaftliches Ergebnis übrig bleibt. Wenn nun also jemand 50% Rabatt gewähren kann, müssen diese 50% irgendwann einmal auf den Preis aufgeschlagen worden sein (an dieser Stelle möchte ich allerdings der Vollständigkeit halber Anmerken, dass im Rahmen von Sortimentswechsel, durch Abverkäufe etc. solche Aktionen durchaus wirtschaftlich Sinn machen können, da es für große Firmen oft günstiger ist alte Ware unterpreisig los zu werden als diese als unverkäuflich in den Regalen zu horten, wenn neue Modelle erscheinen).

Verkaufsargumente wie im Basar – Zielgruppe “Rabattkäufer”!

 Viele kennen aus dem Urlaub in südlichen Ländern das Feilschen mit Straßenhändlern. Der Verkäufer argumentiert dann gerne im Abschlussgespräch mit “da verdiene ich nichts mehr und muss selbst noch was drauflegen, aber weil sie es sind, gebe ich nochmals 20%”. Der vermeintliche Schnäppchen Kunde freut sich dann maßlos, dass er ein derart guter Feilscher ist, und unterschreibt zufrieden den Kaufvertrag. Mich würde interessieren, ob sich dieser übervorteilte Kunde jemals die Frage stellt, ob andere Kunden, die nicht bis zum letzten Feilschen, dann mit dem vollen Kaufpreis über den Tisch gezogen werden? Fest steht, dass die klassischen Opfer dieser Rabattverkäufer die sogenannten Rabattkäufer sind. Ein guter Hard Selling Verkäufer erkennt diese Käuferschichten eigentlich relativ leicht, da diese oft im Erstgespräch, noch bevor vom Angebot oder von Produktdetails die Rede ist, nach den Rabatten fragen.

Glücklicherweise sehe ich in der Praxis, dass solche irrationalen Rabattaktionen von kritischen Konsumenten auch entsprechend erkannt werden und der Geschäftemacher seine Rechnung meist unvermittelt am Erfolg ablesen kann…

Literaturempfehlung:

 

The Google Job Experiment

Posted on | Mai 20, 2010 | No Comments

Das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist das Web 2.0! Hier bei diesem Beispiel wurde eindrucksvoll gezeigt, dass Kreativität im Internet nahezu alles möglich macht – auch ohne großes Budget! Genießen Sie diese kurze Youtube Sequenz wie Alec Brownstein zu seinem Traumjob gekommen ist bei Y&R, New York für gerade mal 6$ für Adwords Werbung! Alec startete eine Adwords Kampagne und erreichte somit direkt sein Zielpublikum… :-)

Netzwerke als Basis einer globalen Zusammenarbeit

Posted on | April 16, 2010 | No Comments

Expertenwissen oder lieber mittelmäßige Allrounder.

 

In der Online Marketingbranche herrscht oftmals eine Spirale der Unzufriedenheit! Der klassische Ablauf dieser Kundenbindung auf Zeit läuft meist nach demselben Schema ab: Eine Agentur hat eine geniale Idee, ein geniales Produkt und ist damit am Markt erfolgreich. Es konzentriert sich voll auf die Vermarktung und übersieht dabei, dass in der Zwischenzeit durch die rasante Entwicklung das Produkt schnell ein alter Hut ist. Wirkliche Weiterentwicklung passiert aus Ressourcengründen nicht. Die Kunden werden immer unzufriedener bis sie schließlich zu einer neuen Agentur wechseln, die zu diesem Zeitpunkt gerade auf ihrem Höhepunkt ist. Dort wiederholt sich im Grunde dieses Spiel und beginnt von vorne!

Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Das Web 2.0 hat unter anderem auch ein transparentes weltweit verfügbares Gemeinwissen hervorgebracht. Das bedeutet, dass grundsätzlich alle Informationen und Neuerungen für jeden Menschen auf der Welt abrufbar sind. Diese Entwicklung hat in unserer Gesellschaft weitreichende Konsequenzen und das Expertentum kann etwas ironisch überspitzt folgendermaßen beschrieben werden:

Ein Experte ist eine Person, die von immer Weniger immer Mehr weiß, bis sie von Nichts Alles weiß!

Zugegeben! Die Schlussfolgerung dieser Thematik ist doch etwas humorvoll gewählt. Tatsächlich sind mir jedoch Menschen, die sich in vielen Bereichen unseres Lebens als Experten verkaufen etwas suspekt! Der Grund liegt darin, dass, wir durch diese rasante Entwicklung einer immensen und ständigen Weiterentwicklung unterliegen und durch dieses ständige „Up to Date Sein“ in unterschiedlichsten Bereichen im Prinzip unsere gesamten Ressourcen verbraucht würden, was in der Praxis unmöglich ist!

Daher gibt es genau genommen unterschiedliche Ebenen des Expertenwissens. Am einen Ende der Skala befinden sich jene Experten, die sich durch ein höchst spezifisches Detailwissen auszeichnen und in diesem spezifischen Bereich wahre Genies sind! Am anderen Ende des Expertentums befinden sich die, wie ich sie gerne bezeichne, Dolmetscher. Jene Menschen die sich mit den konzeptionellen Grundlagen auseinandersetzen, den Überblick bewahren und stets wissen an wen man sich wenden muss um für Probleme eine adäquate Lösung zu finden!

Agenturen müssen lernen das Web 2.0 auch für die interne Entwicklung zu nutzen!

Erst neulich habe ich einen Bericht in einem österreichischen Marketing Magazin gelesen, dass mich in dieser Meinung wieder bestätigt hat! Darin wurden die „TOP Online Medien Agenturen“ zur Zukunft des Online Marekting befragt. Das Ergebnis war für mich erschütternd, da hier keine Visionen, keine Rezepte, kein Zukunftsglaube heraus zu hören war!

Ich wollte dem Grund dieser, fast resignierend und verleugnend wirkenden, Stellungnahmen auf den Grund gehen und stellte fest, dass die „führenden Medien Agentur Zampanos“ gedanklich noch im Web 1.0 leben und daher gar nicht über die Fähigkeit verfügen, sich im Web 2.0, mit all seinen Vorteilen und Möglichkeiten, zu bewegen. Daher ist es auch logisch, dass diese Agenturen Ihren Kunden auch keine zeitgemäßen Rezepte anbieten können.

Gibt es einen Weg aus dieser Spirale?

JA! Den gibt es. Taucht in das Web 2.0 ein und nutzt es zu eurem Vorteil! Sowohl für den eigenen Vorteil und die Weiterentwicklung als auch für Kunden, die von einer Online Medien Agentur zu Recht erwarten laufend am Puls der Zeit zu sein!

Wie kann man das Web 2.0 also als Innovationsquelle nutzen?

Als Vorbild kann man da das Instrument des Outsourcing aus der Unternehmensführung hernehmen. Dabei geht es stark vereinfacht darum, unrentable Bereiche aus dem Unternehmen auszulagern um so Kosten zu sparen.

Nehmen wir nun diesen Grundgedanken her und transformieren ihn in unsere bisherige Aufgabenstellung, so ergeben sich mit den Möglichkeiten des Web 2.0 neue Formen der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung. Globale Netzwerke von Experten aus verschiedenen Detailbereichen werden von den oben beschriebenen „Dolmetschern“ moderiert und begleitet! So kann sich jeder auf sein Fachgebiet konzentrieren und in diesem Bereich die Entwicklung vorantreiben. Und für die Koordination dieses Wissens sorgen die Dolmetscher. Und dadurch kann ein Unternehmen langfristig erfolgreich sein!

Und dieses globale Networking funktioniert auch in der Praxis?

JA! Bestes Beispiel für das Funktionieren dieser neuen Form von Network-Companies sind für mich etwa die CMS (Content Management Systeme) Joomla und Co. Sie haben gezeigt, dass ein globales Zusammenspiel von Experten nachhaltig innovativ ist und jedem Eigenbau CMS kleiner Agenturen weit überlegen ist.

Literaturempfehlung:

 

 

 

 

Wer billig kauft kauft teuer

Posted on | März 10, 2010 | No Comments

Der Sozialökonom John Ruskin (1819-1900) formulierte in seinem “Gesetz der Wirtschaft” eine sehr diskussionswürdige Preisdefinition:

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

Ist diese Definition in Zeiten einer globalen Weltwirtschaft, in der multinationale Konzerne Produktionen in Billiglohnländer verlagern, noch zutreffend?

Betrachten wir dieses “Gesetz” etwa im Mikrokosmos eines regional agierenden Handwerksbetriebes in Europa, so kann man durchaus sagen, dass Ruskins Formulierung nach wie vor sehr aktuell ist. Denn bei genauem Hinterfragen der am Markt befindlichen Angebote im Dienstleistungsbereich stellen wir fest, dass man tatsächlich das bekommt, was man zahlt und jene, die glauben ein vermeintliches Schnäppchen ergattert zu haben, welches dieselbe Qualität zu einem viel niedrigeren Preis darbietet, sind “die gerechte Beute solcher Machenschaften”.

Aber wie verhält es sich mit Handelswaren aus Billiglohnländern?

Das stellt sicher ein sehr breites Diskussionsthema dar! Denn große Konzerne haben in den letzten Jahrzehnten einen unermüdlichen Technologietransfer in diese Länder betrieben und das Ergebnis ist dementsprechend. Die Zeiten in denen Autos aus dem fernen Osten minderwertige Technologiekrücken waren sind lange vorbei, denn diese sind heute qualitativ auf demselben Niveau. Daher ist es sicherlich so, dass man bei Handelwaren auch zu einem “billigen Preis” ein durchaus qualitativ hochwertiges Produkt bekommen kann.

Ist das der Weisheit letzter Schluss: “Kauft Billigprodukte aus China?”

Verfolgen wir eine Philosophie, wie sie von rein gewinn maximierenden Konzernen verfolgt wird, in der die Maxime “Profit um jeden Preis” lautet, so ist die Antwort wohl “Ja”. Wir könnten allerdings den Betrachtungswinkel etwas erweitern und in diese Überlegungen soziale und ökologische Aspekte implementieren. Wenn wir unter diesen erweiterten Gesichtspunkten dieselben Überlegungen anstellen und so den Wert und den Preis erneut gegenüberstellen, so erhalten wir wieder eine Gleichung, die sich harmonisch in Ruskins Gesetz der Wirtschaft einfügt!

Lasst uns mal eben Networken

Posted on | März 1, 2010 | No Comments

„Lass uns mal eben Networken!“

Ein Ratgeber für Firmen, die sich für die Kommunikation im Web 2.0 interessieren!

Ein oftmaliger Irrglaube ist es, wenn man meint, dass das „soziale Networken“ eine marketingtechnische Modeerscheinung ist, der man eben mal halbherzig seine Aufmerksamkeit schenkt, um mit der Zeit zu gehen. Vielmehr handelt es sich dabei um einen, durch die neuen Medien entstandenen, zusätzlichen Kommunikationskanal der in die bestehende Unternehmenskommunikation eingebunden werden muss um ihn erfolgreich nutzen zu können. Im Prinzip stellt es, nach der Einführung des Telefons (Inbetriebnahme des ersten Ferngesprächsnetzes in New York, 1885), des Telefax (Ende der 70er Jahre) und des e-Mails (Ende der 80er Jahre), einen weiteren Meilenstein in der Unternehmenskommunikation dar.

Bevor wir uns nun weiter gemeinsam mit dieser Thematik auseinandersetzen, sollten Sie sich allerdings unbedingt bewusst werden, dass man die Vorteile des Web 2.0 nur nutzen kann, wenn man aus Überzeugung diesen Schritt macht und ihn nicht „halbherzig passieren“ lässt! Der Grund für meine Einschränkung ist recht einfach erklärt! Es gibt sehr sehr viele Angebote diesbezüglich am Markt, die einem das blaue vom Himmel versprechen, sowie Reichtum über Nacht und ohne Zutun! Genau das ist auch die Gefahr des Web 2.0. Es ist offen für alle und kann auch von allen genutzt werden. Leider birgt diese völlige Offenheit auch die Gefahr in sich zu glauben, dass durch dieses globale Vorhandensein des gesamten Wissens der Menschheit einem auch alles ohne Zutun in die Hände fällt – Das ist nicht der Fall! Auch im Internet des 21 Jahrhunderts gilt: Ohne Fleiß kein Preis!

So sollte man sich zum Beispiel darüber im Klaren sein, dass soziale Netzwerke organismisch funktionieren, da Menschen im Hintergrund stehen und daher so ein Netzwerk nicht von heute auf morgen einfach da ist, sondern langsam aufgebaut und gepflegt werden muss!

Das Internet hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Seit Tim O’Reilly im Jahr 2005 den Begriff des Web 2.0 nachhaltig geprägt hat, hat sich die Präsentation von Unternehmen im Internet vollkommen verändert. Das Ende der Zeiten, wo eine Homepage ein reines einseitiges Präsentationsmedium war, ist damit eingeläutet worden. Soziale Netzwerke, Foren und Microbloggingdienste à la Twitter etc. sind massiv auf dem Vormarsch! Das Web 2.0, auch als interaktives- oder Dialogweb bezeichnet, ist dabei den klassischen einseitigen Präsentations-Internetauftritt von Unternehmen zu verändern.

Kunden holen sich Ihre Informationen in sozialen Netzwerken, Foren und Microbloggingdiensten!

Studien haben ergeben, dass 3 von 4 Personen in Europa sich vor einer Kaufentscheidung im Internet informieren.

Was bedeutet diese Entwicklung nun für Ihr Unternehmen?

Ganz einfach! Der Dialog im Internet findet statt! Egal ob mit Ihnen oder ohne Sie! Sie haben daher die Möglichkeit diesen Trend zu ignorieren und zu warten was passieren wird, oder Sie nehmen aktiv daran teil und etablieren sich somit als Experte auf Ihrem Gebiet.

Worauf muss ich als Unternehmen bei meinem Einstieg ins Web 2.0 achten?

Auch diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten! Hören Sie zu was im Internet „gesprochen“ wird und bleiben Sie in Ihrem Auftreten immer authentisch!

Natürlich ist die Umsetzung dieser einfachen Regel in der Praxis oft nicht so leicht, da Fehler im Dialogweb prompt bestraft werden, da der Unternehmer ständig mit dem Umstand konfrontiert ist, dass er auf seine Aktionen im Internet ein Feedback erhält und das entscheidet letztlich ob sich das Unternehmen als kompetent und vertrauenswürdig etablieren kann!

Welche Maßnahmen umfasst die Implementierung des Web 2.0 in meine Unternehmenskommunikation?

Diese Frage ist nicht mehr ganz so allgemein zu beantworten, da dies sehr davon abhängt wie genau die bestehende Kommunikationsstrategie definiert ist.

Grundlage der Kommunikationsstrategie und der daraus resultierenden Maßnahmen bildet das unternehmerische, langfristige Marketingkonzept. Wenn dieses bereits definiert und vorhanden ist, ist es möglich die Detailschritte der Web 2.0 Implementierung festzuhalten und anhand eines Umsetzungskonzeptes Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen! Falls es im Unternehmen noch keine umfassende Kommunikationsstrategie gibt, auf die ein Marketingkonzept aufbauen kann, so sollte dieses unbedingt vorher gemacht werden!

Die häufigsten Fehler?

Leider glauben viele, dass es mit der Erstellung einer Facebook Fanseite sowie eines Twitteraccounts getan ist und man so gerüstet ist für das Web 2.0! In solchen Fällen kommt dann meist nach einigen Wochen und Monaten dann die entsprechende Ernüchterung, wenn frustrierten Mitarbeitern vorgeworfen wird, dass sie nur mehr auf Facebook surfen und die Geschäftsleitung entnervt die Frage nach dem ROI stellt! Die Gründe dafür sind vielfältig und passieren meist dann, wenn man, wie eingangs erwähnt, den Einstieg ins Web 2.0 eben mal „halbherzig passieren“ lässt und sind oft die Folgefehler folgender Versäumnisse:

-         Fehlendes Kommunikationskonzept

-         Fehlendes Marketingkonzept

-         Mangelhafte Mitarbeiterschulung

-         Halbherzige Maßnahmen

-         Konzept- und planloses Vorgehen

Daher ist es sinnvoll, wenn man sich neben den primären Maßnahmen (Präsenz in den sozialen Netzwerken, Einbindung der Web 2.0 Kommunikation in die Unternehmenskommunikation, aktive Teilnahme an Foren und Blogs etc.) auch verstärkt um die sekundären Maßnahmen (SEO, SEM, virales Marketing, klassische Werbung etc.) kümmert, damit sich auch ein messbarer Erfolg einstellt. Ein weiterer Grund für ein geplantes konzeptionelles Vorgehen ist auch der Umstand, dass alle diese Maßnahmen miteinander vernetzt sind und sich gegenseitig beeinflussen. Zum Beispiel wirkt sich eine Foren- und Blogteilnahme auch auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Eine Suchmaschinenoptimierung wirkt sich wieder auf die Besucherfrequenz der eignen Homepage aus, was wieder Einfluss auf die direkten Interessentenanfragen aus dem Internet hat usw.!

Sie sehen also, dass es sich bei diesem Thema um einen kybernetischen Zusammenhang vieler Komponenten handelt, die, bei richtiger Planung und Umsetzung, Ihre gesetzten Maßnahmen zu Multiplikatoren Ihres Geschäftserfolges machen können!

Positive Effekte des Internets

Posted on | Januar 27, 2010 | No Comments

„Neue Studien belegen, dass Teenager sozial und intellektuell von digitalen Medien profitieren!“

Diese Überschrift las ich in der letzten Psychologie heute. Demnach tauchen in der Literatur vermehrt Untersuchungen auf, welche die positiven Effekte auf die Jugend unterstreichen. Noch vor wenigen Jahren sahen die Untersuchungsergebnisse zu diesem Thema ganz anders aus. Damals waren sich viele Fachleute einig, dass das „böse Internet“ eine Gefahr für unsere Jugend darstellt und man sehr aufpassen müsse auf unsere Jugend.

Wie ist diese Trendumkehr zu erklären?

In diesem Zusammenhang gibt es sicherlich viele Aspekte zu berücksichtigen.

Ein technischer Aspekt, den viele Wissenschafter sicher vehement zurückweisen beruht sicher auf dem Sprichwort: „Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“. Im Rahmen meines Psychologiestudiums habe ich mich, wie in Graz üblich, auch sehr intensiv mit dem Thema Statistik und den entsprechenden Tests und wissenschaftlichen Studien befasst. Jeder der mit der statistischen Materie vertraut ist weiß, dass man Testergebnisse mittels statistischer Verfahren dahingehend „modifizieren“ kann, dass Sie zwar mathematisch korrekt bearbeitet wurden, aber zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen. Daher kann man, wissenschaftlich/statistisch korrekt die Ergebnisse unterschiedlich darstellen. Ich möchte hier ganz bewusst nicht tiefer in diese Materie einsteigen und über Validität und Reliabilität etc. sprechen, da das dieses Thema sprengen würde.

Der Aspekt der Interpretation der statistischen Ergebnisse ist im Anschluss ein weiterer wichtiger Punkt, der einer Studie die Kernaussage verleiht. Die wissenschaftliche Interpretation wird natürlich, auch bei Einhaltung der wissenschaftlichen Kriterien, immer mit dem Hintergrund einer Hypothese stattfinden, die es zu Verifizieren oder zu Falsifizieren gilt. Und in diesen Untersuchungen haben zumeist die Autoren einer Studie eine Ahnung, was denn das Ergebnis sein könnte.

Wenn wir nun unter diesen beiden Aspekten diesen Sinneswandel erneut betrachten, stellen wir fest, dass in den 90er Jahren das Internet eher eine Randerscheinung und vollkommen ungeordnet war. Das Thema web 2.0, soziale Netzwerke, Twitter, Foren usw. waren noch nicht einmal angedacht. Daher wurden auch hauptsächlich Studien anhand kleiner Randgruppen erstellt, die natürlich erwartungsgemäß eine Signifikanz aufgewiesen haben. Mittlerweile leben wir mitten im web 2.0, das Internet ist ein Massenmedium geworden und die Generation, die mit dem Medium Internet aufgewachsen ist, ist bereits im Berufsleben. Die gesamte Kommunikation ist nachhaltig verändert worden.

Unter diesen Gesichtspunkten ist es nicht verwunderlich, dass Wissenschafter in Ihren Studien dem Internet mittlerweile durchaus positive Effekte zuordnen. Eine sehr umfassende Studie zu diesem Thema machte unter anderem die MacArthur Foundation (Living and learning with new media Press 2009) in den USA

Die Zeit der www-Natives

Posted on | Januar 15, 2010 | No Comments

Die nächsten Jahre werden ganz im Zeichen der www-Natives stehen!

Als www-Native bezeichne ich die Generation Internet! Also jene, die mit dem Internet aufgewachsen sind und mit diesem Medium vollkommen ungezwungen interagieren. Aus diesem Dunstkreis entsammen Phänomene wie Tavi Gevinson, jene jungen Menschen, die dem www Leben eingehaucht haben und es zum web 2.0 machten.

Jedes Unternehmen sollte sich möglichst rasch umsehen und diese Kommunikatoren der Zukunft in das eigene Unternehmen einbauen. Nutzen Sie die natürlichen Fähigkeiten dieser jungen Menschen und machen sie gemeinsam mit diesen Kommunikationsprofis ihr Unternehmen fit für die Zukunft! 

Denn wie wir alle wissen: Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung!

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